Norbert Müller, DIE LINKE: Einkommen der Eltern darf nicht über Zukunft der Kinder entscheiden

26. März 2017  Die LINKE regional


In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Kinder in Armut. Sie sind schlechter ernährt, schlechter gesundheitlich versorgt, haben schlechtere Bildungschancen, und sie werden nicht so alt wie ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen und Kita-Kinder, die in reichen Elternhäusern geboren worden sind. Wir sind angetreten, diese Kinderarmut zu beseitigen. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat im letzten Jahr mehrere öffentliche Experten-Anhörungen zum Thema Kinderarmut durchgeführt. Und im Ergebnis dieser Anhörungen haben wir einstimmig eine Stellungnahme (http://www.bundestag.de/blob/497498/c…) verabschieden können – das heißt Vertreter aller Fraktionen haben zugestimmt -, die konkrete Maßnahmen vorschlägt, um Kinderarmut zu begrenzen, zu verringern und möglicherweise auch zu beseitigen. Unter anderem fordert die Kinderkommission, dass es keine Sanktionen mehr gegen Familien mit Kindern und gegen Kinder selbst geben soll, die im Hartz-IV-Bezug leben. Momentan können Kindern und Jugendlichen vollständig die Leistungen gestrichen werden. Das darf nicht mehr sein. Wir wollen auch, dass die gesundheitliche Versorgung und das Recht auf Bildung für Kinder für alle verbessert wird. Es darf nicht sein, dass das Einkommen der Eltern entscheidet darüber, welchen Bildungsabschluss ein Kind einmal erreichen wird.