Bewegung im Kreisvorstand

Die Mitgliederversammlung hat am 19. Juli in Kupferzell-Eschental weitreichende Beschlüsse gefasst. Simon Brecht aus Bretzfeld wurde zum neuen Sprecher und Silvia Ofori aus Oberscheffach zur neuen Sprecherin des Kreisverbandes Schwäbisch Hall-Hohenlohe gewählt. Nachdem Simon Brecht bisher die Kreiskasse verantwortet hat, war auch diese Position neu zu besetzen. Paul Fach aus Großaltdorf wurde zum neuen Kassier gewählt. Renate Häberle aus Schwäbisch Hall wurde neu in den Kreisvorstand berufen. Die Neubesetzung war notwendig geworden, weil die zwei bisherigen Sprecher*innen Heidi Scharf und Cedric Schiele ihr Amt niedergelegt haben. Ungern lassen die Mitglieder die beiden ziehen. Heidi Scharf wechselt ihren Wohnsitz von Schwäbisch Hall nach Fellbach und Cedric Schiele möchte seine Energien bündeln und sie als Vorsitzender bei den Naturfreunden einbringen. Das Engagement und der große Einsatz für die Partei und für die Gestaltung der Gesellschaft im Sinne sozialer Gerechtigkeit, Frieden und Klimagerechtigkeit wurden von der Mitgliederversammlung dankbar gewürdigt. Der nun amtierende Kreisvorstand hat das Ziel, die Partei vor Ort gut zu vertreten und stark zu machen. Die Klausur für das kommende Jahr ist in Planung.
 
Zu den neu gewählten Sprecher*innen und dem für die Finanzen Verantwortlichen:
 
Simon Brecht:
Am 15.09.1998 in Öhringen geboren, gelernter Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Kandidat bei der Landtagswahl 2021 in Hohenlohe und zuvor bei der Kreistagswahl 2019. Seit Januar 2019 Landesgeschäftsführer der Linksjugend [’solid] Baden-Württemberg, dem Jugendverband der LINKEN und Mitglied in deren Bundespräsidium.
 
Silvia Ofori:
Am 28.7.1956 in Schwäbisch Hall geboren, verheiratet, bis 31.5.2022 Betriebsrätin und Aufsichtsrätin der Bausparkasse Schwäbisch Hall und nun im Ruhestand, Gründungsmitglied des Kreisverbandes der Linken und seither im Kreisvorstand, Mitglied in der VVN-Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist*innen, Vorsitzende des Vereins globalsolidarity e.V. und Sprecherin der Sparte Kreativspinnerei der WerkStadtHall e.V., Mitglied bei den Theatermachern e.V. und Feldenkrais-Practioner.
 
Paul Fach:
Am 13.02.2001 in Schwäbisch Hall geboren, Landesfinanzrevisor der Linksjugend [`solid] Baden-Württemberg. Seit Februar 2022 Vertreter der Linksjugend [`solid] Schwäbisch Hall-Hohenlohe im Kreisvorstand.
v.l.n.r.: Paul Fach, Silvia Ofori, Simon Brecht
 

Mieten runter – Miethai in Schwäbisch Hall

„Wohnen wird zunehmend zum Luxusgut“…So beschreibt Ellena Schumacher Koelsch, Kreis- und Stadträtin Schwäbisch Hall, die Motivation für die jüngste Aktion ‚Mieten runter’ der LINKEN auf dem Haller Grasmarkt. Ein großer aufgeblasener „Miethai“ sorgt für Aufmerksamkeit, Kinder freuen sich, die Erwachsenen diskutieren über das Problem zunehmender Nebenkosten. „Insgesamt müssen viele Haushalte für Mieten und Nebenkosten beinahe die Hälfte ihres Einkommens ausgeben“ mahnt Cedric Schiele, Kreissprecher Schwäbisch Hall/ Hohenlohe, an. DIE LINKE fordert nun endlich gegenzusteuern. Etwa mit sozial geförderten Wohnungen. „Wir wollen in den Neubaugebieten in Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Heilbronn eine 30% Quote für sozialen Wohnungsbau“, fordert Florian Vollert, Kreis- und Stadtrat Weinsberg/ Heilbronn. Die Wohnungen stünden dann für Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen zur Verfügung.“

Für Herboldshausen – Aber ohne Rechtsaußen!

Der rechtsextreme Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. besitzt seit Jahren ein altes Bauernhaus – das Jugendheim Hohenlohe – in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen. Das Bauernhaus ist ein zentraler Treffpunkt von Neonazis und Rassisten in Süddeutschland. 

Kommt nach Herboldshausen und lasst uns ein friedliches Zeichen für Demokratie & Vielfalt und gegen Antisemitismus & Rechtsextremismus setzen! Gemeinsam fordern wir die Eindämmung und das Ende der rechtsextremen Aktivitäten in Herboldshausen! 

-> mit Essen, Getränken, Musik und Spielen

Ellena Nilima Schumacher Koelsch – Kandidatur für den Parteivorstand

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Bundesdelegierte,

durch meine Mandate im Kreis- und Gemeinderat in Schwäbisch Hall nehme ich immer wieder wahr, dass DIE LINKE in jeder Kommune gebraucht wird. Wir bringen diverse Themen ein, die andere Parteien nicht für wichtig erachten. Wir trauen uns den Diskurs aufzumachen, Stellung zu beziehen und klare Haltung zu zeigen. Neben meiner kommunalpolitischen Arbeit bin ich in unserer Partei als Mitglied im Kreisverband Schwäbisch Hall/ Hohenlohe und im Landesverband Baden-Württemberg aktiv. Als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und Erzieherin bin ich bei ver.di Mitglied. Meine Einwanderungsbiografie, meine persönliche Auseinandersetzung mit meiner Herkunft und Themen zur Interkulturalität und Diversität, brachte mich zur VVN-BdA und machte mich zur Komplizin beim Zentrum für Politische Schönheit. Als Landes- und Bundesdelegierte habe ich Einblicke in die parteipolitische Arbeit der LINKEN bekommen können. All dies führt mich zu meiner Motivation für den Parteivorstand zu kandidieren.

Ich danke meinem Kreis- und Landesverband für ihre Unterstützung und dem Vertrauen, dass ich im Parteivorstand LINKE Themen aus Baden-Württemberg repräsentieren kann.

Ich freue mich auf unseren Austausch am Bundesparteitag.

 

Mit solidarischen Grüßen aus Schwäbisch Hall

Ellena Nilima Schumacher Koelsch

 

DIE LINKE fordert staatliche Preisaufsicht für Energie und Lebensmittel

Die Linke fordert ein Eingreifen des Staates gegen die rasante Teuerung. Nötig sei „eine staatliche Preisaufsicht, die dafür sorgt, dass lebenswichtige Dinge wie Energie oder Grundnahrungsmittel für alle bezahlbar bleiben“, sagte Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow der Deutschen Presse-Agentur. „Die Regierung darf nicht weiter untätig zuschauen, wie die Energiekonzerne die Bürgerinnen und Bürger ausplündern“, sagte sie. „Während sie fette Profite einstreichen, wissen immer mehr Menschen nicht mehr, wie lange sie noch ihre Wohnung heizen oder ihr Auto auftanken können.“

Berlin (dpa) 

Rede von Ellena Schumacher Koelsch auf der Friedensdemo am 03.04.22

Liebe Mitmenschen,

es fällt mir schwer mit meinem Sohn über Krieg zu sprechen…

Die russische Regierung hat ein Europa entzaubert, indem wir 77 Jahre Frieden mit einem ewigem Frieden verwechselt haben. Frieden braucht Menschen, die bereit sind ohne Gewalt ihre Themen und Wünsche auszusprechen. Frieden braucht starke und mutige Menschen, die bereit sind gegen ihre Regierungen und deren Handeln zu sprechen. Frieden braucht uns, die sich mit den betroffenen Menschen solidarisieren und Hilfen anbieten. Frieden braucht demokratische, antifaschistische und pazifistische Menschen, die jederzeit diese Haltung teilen.
Die LINKE fordert als klare Friedenspartei, dass Waffenexporte in Krisen- und Kriegsgebiete gestoppt werden müssen. Wir wollen Abrüstung und dieser Krieg zeigt das komplette Gegenteil:
Es sollen weitere Milliarden Euro in die Rüstungsindustrie gepumpt werden. Auf ein Mal sind wir in Deutschland vor dem Feind nicht sicher, wir müssen unsere Bundeswehr wieder aufbauen. Für was? Für wen?
Schaut doch unser Europa in diesem Krieg genau an:
People of Colour werden an den Ukrainischen Grenzen beim Ausreisen gestoppt und tagelang hingehalten.
Die Polnische Regierung, die sich die letzten Jahre als klare Gegner von Frauenrechten positioniert haben, wird von uns gelobt, weil sie bereit sind ihre weißen Nachbarn aufzunehmen.
Die Ungarische Regierung, die eklatante Menschenrechtsverletzungen u. a. gegenüber Sinti und Roma, Geflüchteten aus anderen Kriegsgebieten systematisch auf der Balkanroute massakriert haben, wird von uns gelobt, weil sie bereit sind ihre weißen Nachbarn aufzunehmen.
Ich erwarte dazu eine klare Haltung von jedem einzelnen von uns, dass wir diese Missstände aufzeigen und anprangern. Dass wir helfen, wenn wir helfen können.
No borders! No nations!

Vielen Dank.